Die Ausweisung der Juden aus Köln 1424 - 'Klage der Stadt Köln gegen den Erzbischof wegen Hinderung der ausführlich begründeten Judenausweisung' von 1424 sowie 'Das Rechtfertigungsschreiben der Stadt Köln wegen Ausweisung der Juden im Jahre 1424' an

von:

GRIN Verlag , 2018

ISBN: 9783668725492 , 21 Seiten

Format: PDF

Kopierschutz: frei

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's

Preis: 12,99 EUR

eBook anfordern eBook anfordern

Mehr zum Inhalt

Die Ausweisung der Juden aus Köln 1424 - 'Klage der Stadt Köln gegen den Erzbischof wegen Hinderung der ausführlich begründeten Judenausweisung' von 1424 sowie 'Das Rechtfertigungsschreiben der Stadt Köln wegen Ausweisung der Juden im Jahre 1424' an


 

Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Untersucht wird in dieser Arbeit das jüdische Leben in Köln bis zum Pogrom von 1349. In den Jahren 1349 und 1350 finden in nahezu ganz Europa Pogrome an jüdischen Bürgern statt, die im Zusammenhang mit der Verbreitung der Pest, von italienischen Hafenstädten in Richtung Norden, stehen. In unterschiedlichen Geschwindigkeiten wurden dann in den meisten Städten wieder Juden angesiedelt. In Köln war dies erst relativ spät, nämlich 1372, der Fall. Doch die Periode in der nach 1372 Juden in Köln lebten war nur von kurzer Dauer, bereits 1424 folgte Köln dem Beispiel anderer Städte und verlängerte die Aufenthaltsrechte der Juden nicht mehr, was eine Ausweisung der Kölner Juden zur Folge hatte. Das Besondere am Kölner Beispiel ist, dass es zwei zeitgenössische Quellen gibt, in welcher der Kölner Stadtrat, der den Vertreibungsbeschluss zu verantworten hatte, seine Gründe für die Ausweisung darlegte. Dies ist zum einen eine gegen Erzbischof Dietrich von Moers gerichtete und an die päpstliche Kurie gesandte Klageschrift, in welcher die Hinderungsversuche Dietrichs angeklagt werden. Das andere, sieben Jahre jüngere Schriftstück aus dem Jahr 1431, ist ein Rechtfertigungsversuch der Stadt gegenüber dem römisch-deutschen König und späteren Kaiser Sigismund. Nach einem historischen Abriss über die jüdische Gemeinde Kölns nach dem Kreuzzugspogrom von 1096, ist es zentraler Teil dieser Arbeit, diese beiden Schriftstücke und die darin angeführten Erklärungsversuche, miteinander in Verbindung zu setzten und gegeneinander abzuwägen. Hierbei sollen insbesondere die beiden Werke von den Brinckens und Wenningers , die zu völlig konträren Interpretationen kommen, zu Rate gezogen werden.